Nikolausgedichte

Auf Euren vielfachen Wunsch findet ihr hier die allseits beliebten Gedichte unserer Weihnachtsfeier.

 

Gedicht aus dem Jahr 2012

  

Vom Nikolaus 2012

 

Von draus aus Pürgen komm ich her.

Heuer fiel mir der Weg sehr schwer.

Konnte fast den Abzweig nicht kriegen.

Das muss wohl an der Wetterlage liegen.

Doch jetzt bin ich glücklich hier mit meinem Buch.

Zu berichten gibt es wieder mehr als genug.

 

Nur über Margot erzähl ich heute nicht.

Sie wünschte sich vom Nikolaus mal KEIN Gedicht.

Und da ich bekannt als braver Nikolaus,

lass ich Margot denn auch heute mal aus.

Drum kann ich leider all die Dinge nicht nennen,

die mir eigentlich unter den Nägeln brennen.

So will ich Dich denn auch gar nicht plagen,

nein, nein – aber was Gutes darf ich doch sagen?

Denn Margot hat heuer, ich glaubte kaum, es noch zu erleben,

ein paar ihrer Pferde zum Verkauf weggegeben.

Ihr glaubt, wenn man züchtet, sollte dies so sein???

Da sag ich ein klares und entschiedenes NEIN!

Denn willst Du ein Pferd bei Margot kaufen,

musst Du erst etliche Hürden durchlaufen.

Erstmal musst Du hehre Absichten nachweisen,

dann wird Margot sicher zu Dir reisen,

um den neuen Stall zu inspizieren.

Schließlich darf ihr Pferd nicht frieren!

Mit ´nem Verdienstnachweis musst Du dann belegen,

dass Du genug Geld hast zum Füttern und Pflegen

Dann noch den Reitbefähigungsnachweis, aber fix!

Eins ist sicher: unterm Bereiter geht da nix

Dein ärztliches Gesundheitsattest macht klar:

dem Pferd droht keine Ansteckungsgefahr.

Und das Führungszeugnis der Polizei

legst Du am besten auch gleich bei.

Und darum freuen sich alle ja so sehr,

dass Du trotzdem ein paar Pferde gabst her.

Doch beim Verkauf von Kastano hast Du an eins nicht gedacht,

hast bei Britta keinen Schwangerschaftstest gemacht.

Jetzt warte das Jungpferd auf seine Britta ganz brav

und Hanna freut sich, dass sie ihn reiten darf.

 

So will ich bei Britta gleich weiter machen,

die hatte nämlich dieses Jahr viel zu Lachen

hatte ein Jungpferd zu kaufen den Mut,

fand einen Jungmann, den Andi, der alles für sie tut,

kaufte in Utting ein schönes Haus

und zur Zeit sieht sie, wie gesagt, ziemlich schwanger aus.

Du warst ja nie von der langsamen Sorte,

doch was du in 1 Jahr geschafft hast, da fehlen mir die Worte.

Andere brauchen Jahre dazu.

Drum gönn Dir die nächste Zeit ein wenig Ruh.

 

Was mir letztes Jahr hier passierte:

dass ich als Partnervermittlung fungierte.

Alà Herzblatt, Venus oder wie sie sich nennen.

Ich als Bischof darf ja so was nicht kennen.

Aber Dianas Mann, der hier auf der Feier war,

wurde nach meinem Gedicht erst richtig klar,

wir sehr seiner Frau der Geronimo gefällt.

So hat er flugs die Weichen gestellt,

war sein Weib zu teilen bereit

und machte ihr damit die größte Freud.

Jetzt hat Diana gleich 2 liebste Freier.

Zusammen leben sie im flotten Dreier.

 

Als Schimmelreiter ist er bekannt,

wird im Stall auch gerne Carlos genannt.

In Dressur steckt er sich ein hohes Ziel,

denn er reitet jetzt bei Heike sehr viel.

Die ist streng, aber gerecht zu Reiter und Pfed.

Ein guter Sitz ist ihr viel wert.

Schade, Heike, dass Du selten gibst Unterricht.

Dabei wärst Du ein gutes Gegengewicht

zu Margot. Als Team seid Ihr einfach perfekt,

hab ich als Nikolaus entdeckt.


 

Hengst Flipper darf sich nun immer auf Rike freuen.

Die konnte Margots Bedenken zerstreuen,

ein Hengst sei zu wild für die Gruppenstunde.

Darum reitet sie oft in fröhlicher Runde

bei den Ü40ern Marisa, Anita und Merith mit.

Dort üben sie fleißig Galopp, Trab und Schritt.

 

Um für den Notfall gut vorbereitet,

hat man Euch, hört ich, in 1.Hilfe angeleitet.

Da wurde beatmet und das Herz massiert,

stabile Seitenlage geprobt und der Kopf bandagiert.

Groß und Klein und selbst Margot nahmen teil,

und einen ganzen Tag gab´s keine Langeweil,

sondern komprimiertes Basiswissen

- nur Laura wollt den Latexprinzen partout nicht küssen!

 

Doch damit erst gar nichts Ernstes passiert

hatte Conny gleich das Nächste organisiert.

Man kann ja bei Euch, und das find ich schön,

auch viele ältere Reitanfänger sehn.

Und so fand der Kurs „Wie lernt man richtig zu fallen?“

große Resonanz und Begeisterung bei allen.

Es gab nur ein Problem – man war nicht beglückt-

morgens wurde kein Schulpferd  herausgerückt.

So standen bloß Saddy, der hüpft gern zur Seit,

und Geronimo, der Flitzer, als Privatpferde bereit.

Doch die beiden, man staune und höre,

waren superbrav, machten dem Verein alle Ehre.

Die Reiter kugelten über Bälle, suhlten sich im Sand,

bis jeder die richtige Abrolltechnik fand.

Alle waren glücklich, sah man auch aus wie ein Schwein,

so was erlebt man nur im Verein.


 

In Laura kann man (wann ist das geschehen?)

schon eine junge Dame sehen.

Größe und Figur wie im Modelformat

steht sie oft schon früh am morgen parat.

Und auch wenn´s nicht jeder mitbekommen,

hat sie bereits viel Verantwortung übernommen.

Kann mutig junge Pferde reiten

und gut so manche Reitstunde leiten.

Viele Veranstaltungen managt sie fast alleine.

Nur für Margot bleibst Du sicher immer die Kleine.

 

Auch Sonjas Reitkunst wird immer größer.

Sie reitet fast nur die privaten Rösser.

Hüpft Saddy zur Seite oder will Remus bocken,

kann ihr das nur ein Lächeln entlocken.

Jetzt studiert sie in Innsbruck Psychologie.

Das kann man hier gut nutzen, verkehrt ist das nie. 

 

Wie ein Indianer, zurück zur Natur,

ritt die Knöpfle Lisa viele Monate nur.

Das tat sie nicht aus reiner Vergnügung,

vielmehr stand ihr kein Sattel zur Verfügung.

Lag es an Kalinkas barocken Formen?

Oder entspricht sie nur nicht den Normen?

Irgendwann hatte man erkannt:

im Fundus sich kein passender Sattel fand.

So hatte Lisa eine Reitbeteiligung zwar,

doch ohne Sattel, na wunderbar.

Manchmal wäre sie um ein Haar herunter geglitten,

Sitz und auch Hintern haben dabei gelitten.

Mittlerweile hatte man das Problem vergessen

(oder einfach nur ausgesessen?)

Zum 18. – hurra – hat sich alles eingerenkt:

von ihren Eltern bekam sie einen Sattel geschenkt.

Jetzt reitet sie wieder gerne, das ist fein!

Seht Ihr, manches Problem löst sich ganz von allein.


 

Wer unterrichtet bei Nacht und elektrischem Licht?

Das ist Vanessa. Wer kennt sie nicht?

Mag dadurch die Stromrechnung auch höher sein,

so kommt durch ihre Stunden viel Geld herein.

Trotz Jugend fällt ihr das Stehen sehr schwer.

Darum muss auch stets gleich der Hocker her.

Zur Weihnachtsfeier war sie grad sehr aktiv.

Seit Wochen Sie von Reitladen zu Reitladen lief,

brachte Preise für Bingo und Lose ins Haus

und packte gar die Tüten vom Nikolaus.

 

Wo ich so beim Thema „das Ehrenamt“ bin,

kommen mir die vielen Helfer in den Sinn.

Sie opfern ihre Zeit auf verschiedenen Wegen:

indem sie Kuchen backen, die Homepage pflegen,

Suppe kochen oder helfen im Stall,

auch Pferde laufen lassen, sie sind überall.

Und wo sich so viele manch Stunde plagen,

will ich heut Ihnen danke sagen.

Das ist nicht schwer, vor allen kostenfrei.

und so bleiben die Leute gerne dabei.

 

Noch was Schönes fällt mir ein

im Zusammenhang mit Reitschule und Reitverein.

Und diese Zeile sollen jetzt die Eltern mal hören,

die sich vielleicht schon manchmal beschweren.

Mein Kind kommt gar nicht mehr aus dem Stall nach Haus.

Wie hält sie es da nur so lange aus?

Doch ich seh oft abends junge Reiter sitzen,

über Vokabeln und binomischen Formeln schwitzen.

Da erklärt Britta der Hanna Rechnen und Physik,

Vanessa übt mit Laura Mathematik,

da wird Englisch abgefragt und Grammatik erklärt

und der Reithalle derweil der Rücken zugekehrt.

So wird bei Euch nicht nur das Reiten trainiert,

sondern die schulische Leistung perfektioniert.


 

Leider sieht man sie nur noch von Zeit zu Zeit,

doch zum Abzeichen steht Conny M. immer bereit.

Dann kommt sie mit vielen Fremdreitern an

und steht für die Prüfungen ihren Mann,

pardon, ihre Frau,

denn sie weiß genau:

manch Dressurreiter sich nur bei Euch das Springen traut,

weil die Sprünge hier meist nicht so hoch gebaut.

So liegt ihre Erfolgsquote bei 100 %,

ein toller Wert, den man gerne nennt.

 

Da sind wir schon beim nächsten Thema: dem Springen.

denn soll das Reitabzeichen gut gelingen,

muss man auch dies regelmäßig trainieren

und es nicht nur vor der Prüfung mal eben probieren.

Ich weiß ja, Ihr seid ein Reitstall der Dressur,

die Sprünge werden eingebuddelt nur.

Doch jetzt kann ich oft im Parcour die Reiter sehen,

auch wenn Margot die Haare dabei zu Berge stehen. 

Pia, Nina, 2 x Lisa und Laura, Eure Namen will ich nennen,

denn große Fortschritte kann man bei Euch erkennen.

Und obwohl Ihr schon flott über die Hindernisse fetzt,

ist nie was passiert, kein Pferd oder Reiter verletzt

im Gegenteil, ich sag Euch was:

Pferd und Reiter macht die Abwechslung großen Spaß!

 

Ob Reitunterricht oder Pferde bewegen,

da muss Lisa Tost nie lang überlegen.

„Das kann ich schon machen“ sagt sie stets schnell

und ist auch wirklich meistens zur Stell.

Mit ihrer Kleinen,

sollte man meinen,

und dem Pony dazu

hat sie eh wenig Ruh.

Doch nein!

Kann das sein?

heuer sie noch ein Fohlen erstand,

ganz poetisch „Knutschkugel“ genannt.

So hat ihn Kreativ-Laura getauft.

Bevor Lisa ihn von Margot gekauft.

 

Schön, dass ich Thomas Aust heut begrüßen kann.

Als 2. Vorsitzender ist er der Vorstands-Quotenmann.

Manch einer mag ihn gar nicht mehr kennen.

Man könnte ihn auch den U-boot-Vorstand nennen,

auftauchen sieht man ihn nur einmal im Jahr,

da ist dann die Freude umso größer, fürwahr.

Doch zu Hause tut er so manche Sachen:

Bingo z.B. könntet Ihr ohne ihn nicht machen.

Mit seinem Computerwissen, davon hat er viel,

macht er jedes Jahr die Karten für dies Spiel.

 

Von 1,6 Mio Reitanteilen in deutschem Land

sind 75 % in weiblicher Hand.

Ist auch mit Andi, Wik und Toni Eure Männerquote gestiegen,

würden zahlenmäßig auch bei Euch im Verein die Frauen siegen.

Darum hat sich Merith ganz mit Recht mokiert,

dass alle Reiterschriften stets männlich formuliert.

Und so schrieb sie an die FN (reiterl. Vereinigung) einen Brief,

dass dies nicht im Sinne der Justitia lief.

DER Teilnehmer, DER Reiter so steht es gedruckt,

ohne dass bisher jemand aufgemuckt.

Die Geschichte zeigt: woher der Wind auch weht,

am Anfang immer die Sprache steht.

Darum wird es in Zukunft, so ist das Leben,

auch Weihnachtsfrauen und Nikoläusinnen geben.

Die kommen dann mit Ronja, der Rentierin an,

bringen hüftfreundlichen Salat statt Schokoweihnachtsmann.

 

Zur Statistik erlaubt mir ein weiteres Wort:

Bei Euch hält ja Dietmute den Zahlenrekord.

Und seit neuestem bringst du nicht nur deine Familienreiter

sondern auch Fremde in Dressurunterricht weiter.

Kann man dann Deine 3 Pferde in der Halle erleben,

spürt man, wie Boden und Wände beben.

da wird die Hand gewechselt geschwind,

wobei manchmal die Pferde schneller als die Reiter sind.

Nur bei Dir wissen sie genau, wer der Chef im Haus.

Das sieht dann schon sehr nach Dressurreiten aus.


 

Ein großer Event ist im Herbst gewesen:

Tag der offenen Tür konnt man in der Zeitung lesen.

So kamen denn auch der Menschen viel

zu Quadrillenvorführungen und Reiterspiel.

Selbst aus Sydney sind die Leute angereist,

was Eure Internationalität beweist.

So klappte auch fast alles perfekt.

Nur Käthe hat die anderen ein wenig geneckt.

Die Figuren, die Vanessa sich ausgedacht,

haben ihr einfach keinen Spaß gemacht.

So lief sie fortan ihre eigene Route.

Da kann man nur sagen: kreative Stute!

Mit dem, was sie so ausgeheckt,

hat sie den ein oder anderen noch angesteckt.

Zum Schluss standen alle wieder in Glied und Reih.

Das Üben hat Spaß gemacht,

Margot hat´s Geld gebracht,

Da kann ich nur fragen: was ist schon dabei?

Außerdem:

Reiten ist doch sehr als Einzelsport verschrien

So kann man über solch gruppendynamisches Bemühen

sich doch in jedem Falle freuen.

Perfekt, wie langweilig, muss es nicht immer sein!

 

Popp, Potempa, von Meier – so wie mir scheint,

sind hier 4 Generationen im Reitstall vereint.

Annemarie Popp, bereits in Ehren ergraut,

hat die Reitschule einst aufgebaut.

Heut leitet ihre Tochter Margot Reitstall und Zucht.

Was ihr Hengst Karczi hervorbringt, ist wirklich ne Wucht.

Sandra, die Enkelin, ist immer on Tour.

Job, Reiten und Familie lassen wenig Zeit ihr nur.

Lou, die Urenkelin, im Reiten jetzt schon ganz fit,

in die Fußstapfen ihrer Oma tritt.

Oft wird Roxy, ihr Pony, fein gemacht

und von Lou und Sandra aufs Turnier gebracht.

Ob Pony-Führzügel oder Hunterritt

bekamen sie schon viele Schleifen mit.

Mit fleißigem Training und viel Diziplin

ist da sicher noch ne Menge drin.

 

Über wen ich noch erzählen muss,

sind Bianka, ihr Hund und Angelus.

Bianka hat inzwischen manch Reitstund genommen

und ist mit Angelus echt weiter gekommen.

Der hebt die Beine wie zum spanischen Schritt

und der kleine Hund läuft am liebsten mit.

Das wirkt dann ganz besonders schön,

weil die 2 sich zum Verwechseln ähnlich sehn.

Wie Pat und Patterchon, beide sind Schecken.

Nur bei Bianka vermisst man die lustigen Flecken.

 

Ich merke beim Dichten, es wird jedes Jahr mehr,

das heißt, es kommen immer mehr Reiter hierher.

Oft kann man volle Reitpläne sehen.

Passt nur auf, dass Euch nicht die Pferde ausgehen.

 

Zu guter Letzt nun ich noch sag:

Wer in den Reitverein eintreten mag,

kann dies heut tun ohne Aufnahmegebühr.

Die Formulare liegen hier.

Welch Spaß und Freude Euch das verspricht

entnahmt hier gerade meinem Gedicht.

 

So will ich mich wieder auf die Reise machen

hoffe, ich brachte Euch ein wenig zum Lachen.

Die Weihnachtstüten

        zum 1. Mal exklusiv und liebevoll verpackt von Vanessa –

will ich schnell noch verteilen

und dann wieder gen Himmel eilen.

Ich hoffe, ich habe keinen vergessen,

viel Spaß beim Feiern, Bingo, Tombola und Essen!

 

 

von Conny Gust

Moorenweis, der 22.12.2012

 

 

 

 


 

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